Ein Blick auf die Anfänge und die Zukunft der Münchner U-Bahn

 

Seit 50 Jahren bringt die Münchner U-Bahn die Menschen zuverlässig durch die Stadt. Mehr Linien, moderne Züge und enge Takte – viel hat sich getan seit den Anfängen 1971. Vor allem fahren immer mehr Menschen mit der U-Bahn, inzwischen sind es oft mehr als eine Million Fahrgäste am Tag! Auch wie wir miteinander kommunizieren, arbeiten oder unsere Freizeit planen, hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Wie alles begann und wie es weitergeht, erzählt unser kleiner Bericht.

Wie alles begann mit der Münchner U-Bahn

Gemeinsam mit Tram, Bussen und der S-Bahn halten die unterirdisch fahrenden Züge München am Laufen. 1971 fing alles an: Nach sechs Jahren Bauzeit und vier Jahren Probebetrieb ging im Oktober die erste Linie der Münchner U-Bahn zwischen den Haltestellen Kieferngarten und Goetheplatz in Betrieb. Statt diese Linie einfach U1 zu nennen, erhielt sie den Namen U6, weil sie einen Teil der Tramlinie 6 ablöste. Knapp ein halbes Jahr später ging mit der U3 Münchens zweite U-Bahn-Strecke in Betrieb – rechtzeitig zu den Olympischen Sommerspielen.

Der älteste Abschnitt des U-Bahn-Netzes ist allerdings schon viel älter: Bereits 1938 begann man zwischen Goetheplatz und Sendlinger Tor mit dem Bau eines S-Bahn-Tunnels, bis die Arbeiten 1941 kriegsbedingt eingestellt wurden. Gleich nach dem Krieg gab es erneut Pläne für eine unterirdische Bahnverbindung, 1964 fiel die

Entscheidung für den U-Bahn-Bau und im Februar 1965 erfolgte der erste Spatenstich am Nordfriedhof. Der Rohbautunnel von 1941 wurde Teil der U-Bahn-Linien U3 und U6. Noch heute sind dort die Nischen in der Wand zu erkennen, die ursprünglich für die Oberleitungsmasten der S-Bahn-Züge gedacht waren. Auch im Bahnhof hätten die S-Bahnen mehr Platz benötigt. Deshalb ist der Bahnsteig am Goetheplatz rund 15 Meter länger als die Bahnsteige in allen anderen U-Bahnhöfen.

Wie es weitergeht mit der Münchner U-Bahn

Heute verbinden sechs U-Bahn- und zwei Verstärkerlinien 100 U-Bahnhöfe, verteilt auf knapp 100 Streckenkilometer. Die ältesten Züge, die charmanten „A-Wagen“, sind immer noch im Einsatz. Seit 1988 verstärken die verbesserten „B-Wagen“ den Regelbetrieb, inzwischen außerdem die durchgängig begehbaren Züge vom Typ C1 und C2. Im Lauf der kommenden Jahre werden die modernen Gliederzüge die alten A- und B-Wagen nach und nach ersetzen. Allein damit bringt die MVG rund 5.000 Plätze mehr auf die Schiene. In normalen Zeiten befördert die Münchner U-Bahn inzwischen über eine Million Menschen pro Tag. Nach der Überwindung der Corona-Pandemie sind Schritt für Schritt weitere Verbesserungen geplant.

Auch das Netz wächst: Die U6 wird in den kommenden Jahren vom Klinikum Großhadern nach Martinsried verlängert. Vorgesehen ist außerdem eine Verlängerung der U5 vom Laimer Platz nach Pasing und weiter nach Freiham. Die geplante Neubaustrecke U9 soll das Netz in der Innenstadt entlasten sowie dichtere Takte auch auf Außenästen und weitere Streckenverlängerungen ermöglichen. Außerdem wird es mit der U9 neue Direktverbindungen geben, zum Beispiel vom Hauptbahnhof zur Allianz Arena und zum Forschungszentrum in Garching. Weitere U-Bahn-Erweiterungen, zum Beispiel eine Verlängerung der U4 vom Arabellapark nach Englschalking, werden geplant oder geprüft.

Die Weichen sind auf „Zukunft” gestellt bei der Münchner U-Bahn!

Damit der Ausbau funktioniert, braucht es einen zweiten Betriebshof, in dem Züge abgestellt und gewartet werden können. Dieser soll ab Ende 2026 in Neuperlach Süd eröffnet werden und den bisherigen Standort in Fröttmaning ergänzen. Bereits in diesem Herbst geht außerdem das neue MVG Betriebszentrum in Moosach in Betrieb. Aus einem gemeinsamen Leitraum heraus wird dann der gesamte Verkehr von U-Bahn, Bus und Tram überwacht und gesteuert. So können die MVG Kolleg*innen noch besser auf mögliche Störungen reagieren, die Fahrgäste informieren und dafür sorgen, dass der Verkehr weiterhin fließt.

Schon gewusst?

Rund 1.200.000 Menschen befördert die Münchner U-Bahn an einem Tag. Im gesamten Jahr 2019 hat sie 429 Millionen Personen transportiert, in der Tram waren es 125 Millionen, im Bus 221 Millionen. Und – die Münchner U-Bahnen können bis zu 80 km/h fahren, die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 34,8 km/h. Es gibt 100 U-Bahnhöfe in München!

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