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01.02.2020 | Eine Straßenbahnfahrt durch Nürnberg mit Musik

Ein Mitarbeiter im Nahverkehr berichtet aus dem
Alltag und über besondere Momente als Straßenbahnfahrer

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Mit der Rubrik „Menschen im Interview” möchten wir einen Einblick geben, in die Arbeit, Beweggründe und Erlebnisse der Mitarbeiter im Nahverkehr, speziell im Fahrbetrieb. Ob Busfahrer, Straßenbahnfahrer oder U-Bahnfahrer. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte und wir freuen uns, dass die interviewten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich die Zeit genommen haben, unsere Fragen zu beantworten und mit ihren Statements auch dazu beitragen, andere, engagierte Kollegen zu finden.

Vielen Dank an dieser Stelle an Herrn Freundl und seine Kollegen aus den verschiedenen Nahverkehrsunternehmen in Bayern, die stellvertretend stehen, für die vielen engagierten, motivierten und offenen Mitarbeiter.

Sie sind es, die den Nahverkehr erfolgreich, sympathisch, modern und lebendig machen!

Was schätzen Sie besonders an Ihrem Beruf?

Mir gefällt die Abwechslung am Besten. Da ich im Servicedienst eingesetzt bin, ist jeder Tag anders. Ich werde bei verschiedenen Sonderfahrten eingesetzt werde, wie Messe, Events oder Geburtstagsfahrten. Dann bin ich zum Beispiel oft als Busfahrer unterwegs oder fahre auch schon mal die historische Straßenbahn, was auch etwas ganz Besonderes ist. Auch in vielen anderen Bereichen bin ich tätig, quasi als Springer. Ob Fahrscheinkontrolle, Mitarbeit im Betriebshof oder eine Firmenfahrt. Ich mag es, morgens in die Arbeit zu kommen und noch nicht zu wissen, was mich erwartet. Flexibel muss man bei allem sein – und der Umgang mit den Menschen macht mir Freude.

Warum sind Sie Mitarbeiter in einem Nahverkehrsunternehmen?

Zu wissen, dass der Job einem sicher ist, das gibt mir ein beruhigendes Gefühl. Unser Sohn machte übrigens auch eine Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb, oder wie wir sagen zum FiF.

Was ist die größte Herausforderung an Ihrer Arbeit Herr Freundl?

Der Übergang vom Spätdienst zum Frühdienst. Ich höre um 18 Uhr mit der Arbeit auf und fange morgens um 4 Uhr an. Aber man gewöhnt sich daran, und es kommt bei mir nicht so oft vor.

Herr Freundl, war das schönste, lustigste oder berührendste Erlebnis in Ihrem Beruf?

Erst vor kurzem ist mir etwas Schönes passiert: Ich bekam kurzfristig den Auftrag eine Straßenbahnfahrt als Geburtstagsfeier zu übernehmen. Als ich bei der Tram ankam sagte das Geburtstagskind – eine ganze Blaskapelle muss auch noch mit. Tatsächlich kamen nacheinander viele Instrumente einschließlich Tuba. Alle wurden verstaut und nicht nur das – sie spielten während der Fahrt. Das Gefühl, bei beschwingter, angenehmer Lifemusik durch die Straßen zu fahren, war mein schönstes Erlebnis. Ich hab es richtig genossen, da vorne zu sitzen mit einem ganzen Orchester an Bord!

Vielen Dank für das Interview Herr Freundl!

Die Redaktion

 

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