Nahverkehr durch Digitalisierung noch attraktiver machen –
MVG erneuert Betriebsleitsystem und verbessert Fahrgastinformation

Die MVG erneuert ihr Betriebsleitsystem für Tram und Bus. „Wir nutzen die Möglichkeiten der Digitalisierung im ÖPNV, um den Nahverkehr für die Fahrgäste noch attraktiver zu machen und insbesondere auch die Störungsinformation zu verbessern“, sagt Ingo Wortmann, Vorsitzender der MVG Geschäftsführung und SWM Geschäftsführer Mobilität.

Die MVG und die SWM investieren in einem ersten Schritt rund 3,6 Millionen Euro in die Digitalisierung ÖPNV des Betriebsleitsystems. Etwa die Hälfte – knapp 1,8 Millionen Euro – wird aus dem Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zur Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme finanziert. Die Förderung erfolgt im Rahmen des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017 – 2020“. Das Projekt ist auch Teil des Masterplans der Landeshauptstadt München zur Luftreinhaltung.

Die SWM und die MVG verfolgen schon seit Langem eine Digitalisierungsstrategie, um den Nahverkehr in München weiter zu verbessern. Wesentliche Meilensteine waren in der Vergangenheit beispielsweise die Einführung der elektronischen Fahrplanauskunft, der Ausbau des Online-Ticketings und die App MVG Fahrinfo München. Auch die laufende Erprobung des On-Demand-Services MVG IsarTiger zählt dazu. Im nächsten Schritt wird nun mit der Erneuerung des 2005 beschafften Leitsystems ITCS (Intermodal Transport Control System) für Bus und Tram begonnen.

Sofortprogramm des Bundes für saubere Luft

Der Bund hat auf dem zweiten Kommunalgipfel am 28. November 2017 mit dem „Sofortprogramm Saubere Luft“ ein Maßnahmenpaket für bessere Luft in Städten aufgelegt. Für das Sofortprogramm steht ab sofort 1 Milliarde Euro bereit. Gegenstand des Programms sind Maßnahmen für die Elektrifizierung des urbanen Verkehrs und die Errichtung von Ladeinfrastruktur, Maßnahmen für die Digitalisierung ÖPNV von Verkehrssystemen sowie Maßnahmen zur Nachrüstung von Diesel-Bussen im ÖPNV mit Abgasnachbehandlungssystemen. Alle Maßnahmen sollen bis 2020 Wirkung entfalten.

Das Sofortprogramm soll soweit möglich auf Grundlage der bestehenden Förderrichtlinien des Bundes umgesetzt werden. Bestehende Förderprogramme werden finanziell aufgestockt. Wo erforderlich, legt der Bund neue Förderprogramme auf.

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Link zum Thema“Saubere Luft 2017-2020

Folgende Förderprogramme sind Teil
des Sofortprogramms

Elektrifizierung des Verkehrs

  • Förderrichtlinie Elektromobilität (BMVI)
  • Förderprogramm Elektro-Mobil (BMWi) / Erneuerbar Mobil (BMU)
  • Förderrichtlinie zur Anschaffung von Elektrobussen im ÖPNV (BMU)
  • Kleinserien-Richtlinie – Fördermodul 5: Schwerlastenfahrräder /
    Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) (BMU)*

Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme

  • Förderrichtlinie Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme (BMVI)

Nachrüstung von Dieselbussen im ÖPNV

  • Förderrichtlinie Nachrüstung von Dieselbussen im ÖPNV
    mit Abgasnachbehandlungssystemen (BMVI)

Verbesserung von Logistikkonzepten und
Bündelung von Verkehrsströmen

  • Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte /
    Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) (BMU)*
  • Umschlaganlagen des Kombinierten Verkehrs (BMVI)*

Förderung des Radverkehrs

  • Kommunalrichtlinie / NKI (BMU)*
  • Bundeswettbewerb Klimaschutz durch Radverkehr“ /
    Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) (BMU)*
  • Finanzhilfen Radschnellwege (BMVI)*

Umweltbonus (Kaufprämie für E-Fahrzeuge)

  • Umweltbonus (BMWi)*